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Wettbewerbe und Streckenflüge

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Wettbewerbserfolge und außergewöhnliche Streckenflüge

Claus Vischer, Gründer und Leiter der Flugschule Siegen hat 1991 mit dem Fliegen begonnen, 1992 ging er bereits zum ersten Mal auf Strecke. 1998 machte er direkt den 2. Platz in der Sportklasse der Deutschen Streckenflugmeisterschaft (heute jährlicher Online-Contest), als diese neu eingeführt wurde. Seine punktbesten Flüge waren damals 2 FAI Dreiecke von Fiesch aus mit 110 und 125 km Länge. Die Leistung des damals verwendeten Schirms lag deutlich unter der heutiger Schulschirme. Damals war allerdings das Prozedere noch ganz anders als heute und erheblich komplizierter. Man musste vor und nach dem Streckenflug je einen Zeugen suchen, der Start und Landung bestätigt und dies unterschreibt. Vor Beginn des Flugs wurden Wendepunkte und das Ziel benannt, die man auch erreichen musste, wenn die Aufgabe den Bonusfaktor für ein Dreieck oder Zielflug erhalten sollte. Per Foto aus einem festgelegten Fotosektor war der Überflug der Wendepunkte zu dokumentieren. Heute fliegt man für die als Online-Contest organisierte Deutsche Streckenflugmeisterschaft so, wie es gerade klappt, dokumentiert per GPS-Aufzeichnung und reicht anschließend beim Online-Contest seinen Flug ein. Das ist schon erheblich einfacher geworden. Anders ist dies nach wie vor bei festen Wettbewerben, die in der Regel in einer festgelegten Woche stattfinden. Diese üben einen ungebrochenen Reiz auf Claus aus ….

Was ist für Claus so reizvoll an einem Wettbewerb ?

Ähnlich dem früher üblichen Verfahren der Deutschen Streckenflugmeisterschaft, ist aktuell die Organisation von festen Wettbewerben für Streckenflug. Hier werden täglich durch ein Organisationskomitee je nach Wettermöglichkeiten und dadurch vorgegebenen Windrichtungen Streckenflugaufgaben definiert, häufig mit festen Wende- und Zielpunkten, die von den Teilnehmern anzusteuern sind. Durch die Vergabe von Punkten wird jeden Tag bewertet, in wie weit diese Ziele erreicht wurden, dann zählt als nächstes die Geschwindigkeit: wer das am schnellsten schafft, erhält natürlich mehr Punkte. Am Ende werden sämtliche erreichte Punktzahlen aller Tasks und Tage zusammengezählt und die Gesamtsieger und die der jeweiligen Gleitschirm-Klassen ermittelt. Denn nur bei relativ ähnlicher Schirm-Klasse lassen sich die Piloten letztlich gerecht vergleichen. Dennoch kann man natürlich zusätzlich Sieger in der Gesamtwertung werden, unabhängig von der Gleitschirm-Klasse.

Claus hat bereits etliche gute Plätze bei den verschiedensten Streckenflugwettbewerben belegt und es vergeht eigentlich kein Jahr, in dem er nicht irgendwo unter den ersten Plätzen liegt. Wobei er sich pro Jahr höchstens 1-2 Wettbewerbe gönnt, die seinen Flugschul-Betrieb nicht allzu sehr stören, d. h. im Winter in Australien, da dann tatsächlich wenig los ist in der Flugschule und wenn möglich, einen weiteren Wettbewerb in den Sommerferien, für den ihn seine Kollegen in der Flugschule dann wirklich mal komplett vertreten müssen.

Fragt man ihn, warum er so gerne Wettbewerbe fliegt, so antwortet er, es mache ihm einfach Spaß. Insbesondere zu Beginn seiner Flugzeit habe er bei Wettbewerben auch sehr viel von anderen gelernt. Hinzu käme, dass es bei Wettbewerben manchmal einfacher sei, weite Strecken zu fliegen, weil schon mal andere Piloten in Sichtweite sind. Bei einem Wettbewerb konzentriert er sich ein paar Tage nur auf das Fliegen und das motiviert ihn weitere Strecken zu fliegen, auch an Tagen, an denen das Wetter dafür nicht ideal ist. Außerdem ist teilweise die Rückholung der Piloten organisiert. Claus ist der Meinung, dass man als Fluglehrer in jeder Hinsicht deutlich besser fliegen müsse als ein Durchschnittspilot. Man müsse schließlich auch etwas zu bieten und beizubringen haben.

Letzte Wettbewerbserfolge von Claus Vischer
        2010, 1. Platz Serienklasse, Varus Flatlands
         Streckenflugwettbewerb bei Bielefeld, Deutschland mit Gleitschirm LTF C Einstufung
        2010, 2. Platz Sportklasse („2er“ und „EN C“) XC-Open Manilla
        Streckenflugwettbewerb in Manilla, Australien, Gleitschirm 2er-Klasse
        2009, 1. Platz Gesamtwertung, Streckenflugmeisterschaft Rhein-Mosel-Lahn
        Online Contest Streckenflugwettbewerb nur mit Flügen mit Start von den
Geländen Rhein-Mosel-Lahn über 1 Jahr, Deutschland, Gleitschirm 1-2er Klasse
        2008, 1. Platz 1-2er Klasse („Fun Class“), XC-Open Manilla
         Streckenflugwettbewerb in Manilla, Australien, Gleitschirm 1-2er Klasse
        2007, 2. Platz Gesamtwertung,
Norddeutsche Landesmeisterschaft innerhalb German Flatlands
         Streckenflugwettbewerb am „Alten Lager“ bei Berlin, Deutschland,
Gleitschirm 2er Klasse
        2006, 1. Platz Gesamtwertung,
Norddeutsche Landesmeisterschaft innerhalb German Flatlands
         Streckenflugwettbewerb am „Alten Lager“ bei Berlin, Deutschland,
Gleitschirm 2-3er Klasse
        2010, 1. Platz Serienklasse, Varus Flatlands
         Streckenflugwettbewerb bei Bielefeld, Deutschland mit Gleitschirm LTF C Einstufung
        2005, 1. Platz Sportklasse,
Australische Meisterschaft (Australian Open)
         Streckenflugwettbewerb in Bright, Australien, Gleitschirm 2er Klasse
        2005, 1. XC-Cup Rheinland-Pfalz und Saarland
         Online Contest Streckenflugwettbewerb, Gleitschirm Offene Klasse
        2004, 1. Platz Serien- und Sportklasse,
Australische Meisterschaft (Australian Open)
         Streckenflugwettbewerb in Bright, Australien, Gleitschirm 2er Klasse
        2003, 16. Endstand internationaler OLC-Contest Weltweitwertung
         Mehrere FAI Dreiecke im Wallis bis 160 km
Tschüss Alltag: sofort raus auf Strecke – fliegen gehen

Claus ist ein leidenschaftlicher Flieger, der außerdem gerne alles, was er möchte, „sofort“ machen will. Kein Wunder also, dass er am liebsten in seinem direkten Umfeld fliegt, d. h. im Mittelgebirge. Fliegen ist für ihn „das Höchste“, sozusagen der Inbegriff seiner persönlichen Freude am Leben. Er liebt das Abenteuer, immer wieder neue Routen zu suchen, neue Landschaften zu entdecken und ganz besonders mit Vögeln in der Thermik seine Kreise zu ziehen. Claus ist viel zu ungeduldig, um für jeden Streckenflug erst „werweißwohin“ fahren zu müssen. Also nutzt er jede gute Gelegenheit, wenn er in der Woche keine Kurse anbieten kann, direkt vor der Haustür zu fliegen: d. h. geschwind seine Ausrüstung zu packen, ins Auto zu werfen und loszuziehen … Und irgendwann, wenn er gezwungenermaßen nicht mehr weiterkommt und schließlich „absäuft“, dann wird man ihn sofort sein „Zeug“ von sich werfen sehen und möglichst bei der nächst gelegenen größeren Pfütze ins Wasser springen ….

Spezialist für Mittelgebirge und Flachland, Fach-Autor

Die Folge ist, dass er sich zu einem anerkannten Spezialisten für‘s Streckenfliegen im Flachland und Mittelgebirge entwickelt hat. Er wurde deshalb vom DHV gebeten, für das aktuelle DHV-Lehrbuch „Gleitschirmfliegen für Meister“ ein Kapitel über die Besonderheiten des Streckenfliegens im Flachland zu schreiben. Das Buch gibt es natürlich in unserem Flugsportladen, es ist aber auch beim DHV und in vielen Buchhandlungen erhältlich.

Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass er dadurch seit Jahren in vielen der für ihn relativ schnell erreichbaren umliegenden Gelände (ca. im Umkreis von 200 km) auch aktuell den lokalen Streckenrekord hält. 2001 gewann er die Gesamtwertung des XC-Cups mit bis heute ungeschlagener Punktezahl. Claus kann eine Menge weitergeben an Streckenflugerfahrung, Gerätebeherrschung und Flugtaktik. Vor allem aber tut er dies sehr freigiebig und er empfindet echte, direkte Freude, wenn seine Schüler selbst zu erfolgreichen Fliegern werden. „Schau mal“ sagte er vor kurzem zu mir: „da fliegen sie.“ Und dann mit einem stolzerfüllten Lächeln „hmmm, und ich habe es Ihnen beigebracht.“

Besondere Mittelgebirgs-Streckenflüge von Claus Vischer
        Manilla bis nach Nähe Yetman, Australien, 186 km
         In Manilla fliegt man zuerst wie im Mittelgebirge (die Berge sind 100 – 500 m über dem
Flachland) und nach 30 – 90 km (je nach Flugrichtung) im Flachland. Ca. 7
Stunden, 2010, Gleitschirm 2er Klasse, weitester Flug, viele andere weite Flüge in
Manilla, Australien vergl. akt. Online Contest (Link s. u.)
        Zeltingen (Mosel) bis nach Frankreich, 155 km und 153 km
        2 Flüge in 3 Tagen je ca. 6 Stunden, 2001, Gleitschirm 2-3er Klasse, noch heute Gelände-
Rekord
        Mihla bei Eisenach bis nach Dessau, Elbe, 155 km
        ca. 6 Stunden, 2000, Gleitschirm 2-3er Klasse, noch heute Gelände-Rekord
        Herdorf bei Siegen bis nach Gersfeld, Nähe Wasserkuppe, Rhön, 145 km
         ca. 5 1/2 Stunden, 2005, Gleitschirm 2er Klasse, noch heute Gelände-Rekord
        Bad Laasphe, Kreis Siegen bis an Luxemburger Grenze, 144 km
         ca. 5 1/2 Stunden, 1997, Gleitschirm „offene Klasse“, noch heute Gelände-Rekord
        Boppard bis nach Düren, Eifelrand, 110 km
         ca. 5 Stunden, 2009, Gleitschirm 1-2er Klasse, noch heute Gelände-Rekord ?
        Wasserkuppe Südhang bis nach Bad-Soden Allendorf, 90 km
         ca. 4 1/2 Stunden, 1997, Gleitschirm 2er Klasse, noch heute Gelände-Rekord
        Nordhelle bis nach Nähe Koblenz, 90 km
         ca 3 Stunden, 2008, Gleitschirm „offene Klasse“
        Windengelände Ühlhof bei Olpe bis nach Remscheid, 60 km
         ca. 2 1/2 Stunden, 2008, Gleitschirm „offene Klasse“, noch heute Gelände-Rekord,
geplante Landung, um Tochter zu besuchen.
        Alle Flüge ab 2006 vergl.: xc.dhv.de
         Frühere Flüge sind ab 2001 im Online Contest dokumentiert, noch frühere Flüge in der
oben beschriebenen Art und Weise (Start- und Landezeuge, Fotonachweis beim DHV
dokumentiert im Deutschen Streckenflug Pokal
Gunther Gabriel: super talentierter Schüler, wird Lehrer

Unvergesslich bleibt für uns Gunthers besonders spektakulär ausgeführter und umgekehrt proportional – extrem lapidar erzählter – erster Streckenflug aus unserem Schulungsgebiet in Südtirol über die Rodenecker Alm und weitere Gipfel zur Plose und zurück nach Rodeneck. Wir warteten bereits den ganzen Tag auf seine Rückkehr und begannen, uns ernsthafte Sorgen zu machen, weil wir ihn mit nichts erreichen konnten. Denn Gunther war erst 3 Monate frisch gebackener A-Lizensierter und niemand ahnte, dass er „mal eben“ auf eigene Faust und ohne jede Ankündigung fast alles das umgesetzt hatte, was Claus am Vorabend seinen B-Schein-Anwärtern erklärt hatte, darunter auch Gunther.

Endlich, endlich kam er spät nachmittags– mit den Händen in den Hosentaschen in den Garten geschlappt, als hätte er bis gerade brav in seinem Zimmer gesessen … „Mensch Gunther, wo warst Du denn …….“ – „Ach, ich bin zur Plose geflogen. Ja und da ging es nicht weiter. Blöderweise musste ich auf der Plose landen.“ – „Ja das ist ja der Wahnsinn. Glückwunsch. Und wie bist Du jetzt hierher gekommen, Mensch, wir hätten Dich doch holen können …“ – „Ja ja, ich weiß. Aber ich bin einfach von hinten nach vorne rumgelaufen und dann vorne wieder gestartet. Es hat meinen Schirm zwar ordentlich hochgerissen beim Start und ich flog so ca. 40 m erst mal eher nach oben als nach vorne, aber dann ging‘s doch vorwärts. Ja und dann habe ich mit ziemlich viel Gegenwind die Schlucht überquert. Aber es hat ja gelangt. Ja, und das letzte Stück bin ich gelaufen. War ja nicht mehr weit.“ Diesem Typ ist kaum zu helfen – denn er macht es schon alleine ganz gut …In den nächsten Jahren flog er auch ein paar Wettbewerbe zusammen mit Claus und war immer souverän unterwegs. Heute ist Gunther übrigens ein sehr engagierter und wertvoller Mitarbeiter und Fluglehrer der Flugschule Siegen.

Streckenflüge von Gunther Gabriel, Fluglehrerassistent
        Venezien nach Slowenien und zurück, 90 km
         ca. 5 1/2 Stunden, 2009, Gleitschirm 1-2er Klasse
        Rodeneck nach Sillian, 66 km
        ca. 4 Stunden, 2010, Gleitschirm Tandem 1-2er Klasse
        Rodeneck nach Sillian, 65 km
        ca. 3 Stunden, 2008, Gleitschirm 1-2er Klasse
        Fiesch entlang Goms und zurück, 50 km
         ca. 5 Stunden, 2009, Gleitschirm 1-2er Klasse
        2007, 2. Platz Gesamtwertung,
Norddeutsche Landesmeisterschaft innerhalb German Flatlands
         Streckenflugwettbewerb am „Alten Lager“ bei Berlin, Deutschland,
Gleitschirm 2er Klasse
        Boppard bis zum Nürburgring, 49 km
         ca. 3 Stunden, 2008, Gleitschirm 1-2er Klasse
        2010, 1. Platz Serienklasse, Varus Flatlands
         Streckenflugwettbewerb bei Bielefeld, Deutschland mit Gleitschirm LTF C Einstufung
        Speikboden nach Bruneck, 36 km
         ca. 2 1/2 Stunden, 2009, Gleitschirm 1-2er Klasse
        Boppard bis Lasserg, 33 km
         ca. 1 1/2 Stunden, 2008, Gleitschirm 1-2er Klasse
Vergleiche: xc.dhv.de